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Die ersten FC-Fußballer

1914 - 1918: Der Weltkrieg und die ersten Nachkriegsjahre

Unerbittlich griff der 1. Weltkrieg in die Geschehnisse des 1. FCB ein. Fast alle Aktiven wurden einge­zogen, der Spielbetrieb kam zum Stillstand, und der Krieg forderte seine Opfer. 32 Aktive starben den Heldentod. Viele kehrten mit schweren Verwundungen heim und konnten ihren geliebten Sport nicht mehr ausüben.

1919 - 1924: Die ersten Nachkriegsjahre

Nach Kriegsschluss wurde mit alter Energie mit dem Wiederaufbau begonnen. Unter dem Druck der damaligen Verhältnisse musste sich der 1. FCB dem Turnverein 1861 als Fußballabteilung anschlie­ßen, er behielt aber seine eigene Organisation und seine eigene Leitung. Zuerst war die Spielstarke verständlicherweise noch ziemlich gering, aber schon 1921/22 konnten von 82 Spielen 58 gewon­nen werden, darunter wurden große Gegner wie FV Nürnberg, FC Plauen, SpVgg Jena und Sparta Karlsbad geschlagen. Im Jahre 1922 erfolgte die Trennung vom Turnverein, der 1. FCB stellte sich wieder auf eigene Füße, spielte auf dem Militarsportplatz und konnte die Obermain-Jura-Gaumeisterschaft 1923 erringen. 14 Jahre nach der Gründung kam der 1. FCB zu seiner eigenen Sportanlage an der Wörthstraße. Dort konnte er seine bisher größten Erfolge erzielen. Mit der Mannschaft Linhardt, Knorr, Mader, Lauterbach, Schönauer, Mayer, Emil Popp, Wolf, Schweizer, Frank, Karl Popp wurde der 1. FCB nach einem groBartigen Siegeszug Kreisligameister und stieg in die höchste Fußballklasse auf.

1925 - 1933: Die Jahre in der höchsten Fußballklasse

Die jetzt folgenden 8 Jahre in der Spitzenklasse des stärksten deutschen Fußballverbandes bedeutete den ruhmvollsten Abschnitt in der Vereinsgeschichte. Acht Jahre behaupteten wir uns gegen Gegner wie der 1. FCN, ASN, SpVgg Furth, Bayern München, 1860 München u.a. Das erste Spieljahr 1926/27 war das dramatischste. Es begann mit einem 0:7 gegen den 1. FC Nurnberg und endete mit einem Entscheidungsspiel in Bamberg, bei dem sich der 1. FCB mit einem Tor in der 149. Minute (!) den Verbleib in der Bezirksliga sicherte. Mit wechselndem Erfolg, manchmal auch mit etwas Gluck, hielten wir uns bis zum Spieljahr1933/34. Zu diesem Zeitpunkt wurde eine Bayeri­sche Gauliga zusammengestellt. Trotz Siegen über die SpVgg Furth, 1. FCN und Bayern München mussten die „Schwarzen Teufel“ in die nun zweitklassige Bezirksliga absteigen. Der 1. FCB ließ sich jedoch nicht entmutigen und so gelang ihm auf Anhieb der Wiederaufstieg in die Gauliga mit der Mannschaft Förster, Reuschel, Schönauer, Kunz, Rebhahn, Lauterbach, Linz, Muller, Hübner (der beste Techniker und spätere langjährige Spielausschauorsitzende), Küfner, Hösch und Meyer. Leider stiegen wir postwendend wieder ab, trotz mancher guter Ergebnisse. Spielerabgänge tru­gen mit dazu bei, dass die höchste Spielklasse nicht wieder erreicht werden konnte.

1934 - 1945: Das Jahrzehnt

Als wir nach vielem Bemühen und mit Hilfe hervorragender Nachwuchskräfte wieder mit glanzvollen Resultaten aufwarten konnten, kam der unselige 2. Weltkrieg. Alles, was mühsam aufgebaut worden war, wur­de zerschlagen, die Sportanlage völlig zerstört, das Vereinslokal durch Bomben vernichtet. Der 1. FCB schien ausgelöscht! Dass er wieder auferstand, war das Verdienst von Lui Schweizer, der den FC wieder zum Sammeln blies, und von Peter Georgius, der den Verein unter unendlichen Mühen durch die Nachkriegsjahre steuerte. Sein Verdienst ist as auch, dass auf dem ehemaligen Gausport­feld das FC-Stadion entstand.

1945 - 1948: Die Nachkriegsjahre

Am 11.11.1945 war für unsere 1. Fußball-EIf der Start nach dem 2. Weltkrieg. Bereits 1946 schaffte sie die 1. Gruppenmeisterschaft, leider aber nicht den Aufstieg. Mit der Verpflichtung von Ernst Kreuzer als Trainer, der es verstand, aus Einzelkönnern eine homogene Mannschaft zu formen, hatte der 1. FCB einen guten Griff getan. Der Lohn war im Spieljahr 1948/49 der Meistertitel der ostoberfränki­schen Kreisliga mit der Mannschaft Fischer, Parchent, Pritschet, Hammon, Schmidt, Raab, Neuß, Böhm, Stock, Küfner und Hofmann. Der traditionsreiche 1. FCB hatte sich damit wieder einen Platz an der Sonne erkämpft. Er stieg in die Bayerische Landesliga auf.

1949 - 1943: Die Stadioneinweihung und Fussballzauber

Der 7. August 1949 war wieder einmal ein großer Tag in der Vereinsgeschichte, wie auch für den „Fußball“ und für Bayreuth. An diesem Tage wurde das Stadion eingeweiht, das mit seinen zwei Nebenplätzen nach jahrelanger, harter Arbeit und unter großen finanziellen Opfern geschaffen wurde. Fast 10.000 nahmen an der erhebenden Übergabefeier teil. Der 2. Vorsitzende Schieß­wohl hielt die Festrede, der OB von Bayreuth, Rollwagen, brachte den Dank der Stadt Bayreuth für das Geschaffene zum Ausdruck und ein riesiger Brieftaubenschwarm erhob sich in die Lüfe. Höhepunkt war das Spiel unserer 1. Mannschaft gegen die komplette Oberligamannschaft des FC Bayern München, bei dem wir allerdings eine 2 :7-Niederlage einstecken mussten. Im ersten Jahr in der Landesliga tat sich der 1. FCB noch etwas hart, im Spieljahr 1950/51 errang er aber schon den 2. Platz, der zur Teilnahme an der Deutschen Amateurmeisterschaft berechtigte. Leider schieden wir schon in der Vorrunde gegen den Meister von Württemberg mit 0:1 in der Ver­längerung aus. 1952/53 belegten wir unter 18 Mannschaften nur den 13. Platz, im nächsten Jahr einen beachtlichen vierten. Neben verschiedenen kleineren Reisen - in den Spessart, nach Berchtesgaden, Leipzig, ins Allgäu und an den Bodensee - spielte unsere Elf im September 1952 in Wien auf. (Übrigens kam es zu insgesamt 4 Wienspielen dank der Freundschaft unseres Mitgliedes Werner Nicklas mit dem Wettspielreferenten des Wiener Fussballverbandes, Herrn Richard Werian.) Das Spiel fand vor 60.000 Zuschauern gegen die Wiener Amateur-Auswahl als Vorspiel zum Spiel Wien gegen Berlin staff. Der 1. FCB lieferte wohl eins seiner besten Spiele und wurde dafür mit brausendem Beifall der mit bester Fußballkost verwöhnten Zuschauer bedacht. Die Wiener Reise war in jeder Beziehung ein Erlebnis und wird den Spielern und ihren Begleitern unvergessen bleiben.

1954 - 1955: Die Tribünenweihe

Im weiteren Stadion-Ausbau gab es am 08.08.1954 ein glanzvolles Ereignis, die Einweihung der Tribüne mit ihren 500 überdachten Sitzplatzen, dazu kamen ausreichende Umkleideraume mit de dazugehörigen sanitären Anlagen sowie unter der Tribüne ein schönes Clubheim mit zwei Nebenräumen, die den Mitgliedern und insbesondere der Jugend eine Heimstatte der sportlichen Kameradschaft sein sollte. Das große Stadion, nun noch mit einer schönen Tribune, ermöglichte dann auch, „kleine Länderspiele“ nach Bayreuth zu bekommen, so z.B. das Spiel Bayern gegen Südwest mit 11.000 Zuschauern, so das Spiel Bayern gegen Baden mit 13.000 Besuchern.

fussball.1562611530.txt.gz · Zuletzt geändert: 2019/07/08 20:45 von fcbwiki